Sesam öffne Dich – Einblick in die Vielfalt des Sesamkörnchens

Beim Sesam, den es in den Farben gelbbraun und schwarz gibt, handelt es sich um eine der ältesten bekannten Ölpflanzen, die in den verschiedensten Kulturen als Heil- und Gewürzpflanze benutzt wird. Es lohnt sich, einen genaueren Blick darauf zu werfen.

Sesamsamen stellen eine hochwertige Eiweißquelle dar, weswegen sie für die vegetarische und vegane Küche sehr zu empfehlen sind. Die im Sesam enthaltenen Aminosäuren (Proteinbausteine) sind am Aufbau von Haut, Haaren, Nägeln, Knochen, Sehnen, Knorpel, Bänder, Blutgefässen und Zähnen beteiligt.

Er hat auch einen hohen Anteil an Calcium und Magnesium, was ihn wiederum wertvoll für den Aufbau von Knochen, Knorpel, Gelenken, Zähnen und Muskeln macht. Somit ist Sesam auch wieder interessant für diejenigen, die freiwillig oder aufgrund von Unverträglichkeiten auf Milch- und Fleischprodukte verzichten.

Weiterhin erwähnenswert sind die im Sesam enthaltenen Vitamine A, B1, B2, B3 und E, die die Stoffwechselvorgänge im Körper unterstützen. Dadurch wird oxidativem Stress vorgebeugt, das Immunsystem sowie die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit werden gestärkt.

Die im Sesam enthaltenen Ballststoffen unterstützen den Darm und das Verdauungssystem. Deswegen gehört er in der Traditionellen Chinesischen Medizin zu einer Pflanze, die „die Mitte stärkt“.

Weiter geht’s mit dem aus dem Sesam gewonnenen Öl. Es besteht überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen können. Gleichzeitig wird das ebenfalls vorhandene Lecithin (Energiequelle für das Gehirn bei Stress) durch die ungesättigten Fettsäuren besonders gut für den Stoffwechsel verwertbar gemacht.

Im Ayurveda wird das Sesamöl zur traditionellen Massage angewandt. Auch bei der aus dem Ayurveda stammenden Ölziehkur wird gerne Sesamöl benutzt.

Sesam findet ebenfalls Verwendung in der hiesigen Naturkosmetik und in der traditionellen indischen Kosmetikherstellung.

Und zum Schluß noch ein Blick in die Küche:

Bei uns kennt man Sesam vor allem als Zutat bei Knabbereien oder natürlich auf dem bekannten Sesambrötchen. In den Küchen des Orients, Asiens und Indiens hat der Sesam eine vielfältige Verwendung:Tahin (Sesammus) in der arabischen Küche, Tahin als Zutat zum Hummus (Kichererbsenpaste) aus dem Orient, Gomasio (Gewürzsalz) aus Japan, Halva (Süßigkeit) aus der Türkei, Benne (geröstete Knabberei) aus Afrika oder Bulgogi (Eintopf) aus Korea, um nur ein paar, inzwischen auch bei uns bekannte Beispiele, zu nennen.